12.000 km – 里丝绸之路德国至中国a

Fazit nach 2000 km

Hallo zusammen,

so nach mehr als 2000 KM www.runmysilkroad.com Lauf und im 4ten Land (Russland) komme ich endlich wieder dazu etwas länger zu schreiben was meine Eindrücke und Erlebnisse angeht.

Vor kurzem war mein letzter Pausentag in Gomel/Weißrussland kurz vor der Grenze nach Russland und jetzt sind Victor und ich schon am 2ten Tag in Russland. Wir fanden beide, dass im Vergleich zu Polen die Zeit in Belarus wie im Flug vergangen ist. Mal sehen wie das Gefühl nach ca. 30 Tagen in Russland sein wird.

Meine Highlights sortiere ich mal nach den Themen: Laufen, Menschen und Kultur, mit Victor als Team und sonstiges

Ja ja das Laufen. Am 2. und 3. Tag hatte ich jeweils einen kleinen Unfall da ich vor LKW´s wegspringen bzw. Teilen ausweichen musste.

Dabei habe ich mir den Span und den Mittelfuß verdreht.

Am 11. Tag kam noch ein hartes Stolpern über einen Metall Spies dazu, incl. Sturz. Die drei kleinen Unfälle halten bis heute an und bereiten natürlich etwas Schmerzen. Das wäre bei normaler Belastung vermutlich schon lange weg, aber bei diesem Projekt mit kaum Regeneartionszeit merke ich es doch sehr lange.

Dann, bei ca 1600 km kommt das Knie dazu. Ich hatte noch nie mit dem Knie irgend welche Beschwerden und war selbst überrascht – aber die Art des Schmerz und die Stelle hatten eine Ursache. Seit ca. 1600 km laufe ich fast nur gerade aus – kaum eine Kurve und immer ähnlicher Untergrund. 

Das liegt nicht and er Planung von China Tours Hamburg sondern einfach an der Tatsache, dass die Seidenstraße gedanklich simple von West nach Ost oder Ost nach West führt. 

Die Straße ist im Querprofil wie eine kleine Kuppel gebogen . da ich immer gegen den Verkehr laufe, bewege ich mich sozusagen extrem einseitig – das führt dann auch zu einer einseitigen Abnutzung und Belastung. Links der Straße knickt mein Fuß sozusagen also nach links aussen und das über sehr sehr lange Distanzen. Da auch das öfters Wechseln der Straßenseite nicht die notwendige Entlastung brachte entschloß ich ich öfter von der Route abzuweichen und mehr durch Wald und Wiese zu laufen. Eigentlich zu früh für meinen Plan aber es war notwendig und hilfreich. 

Geholfen habe auch die Nahrungsergänzungsmittel und Creme die ich von BIOGENA über meinen Arzt und Freund Prof. Dr. med. Janos Winkler zur Regeneration zur Verfügung gestellt bekommen habe. 

Da ich sehr feinfühlig bei den Muskelfasern und Sehnen bin habe ich tatsächlich so was wie „ich spüre die Regeneration und Muskelzuwachs“ das Zitat Victor dazu, als er mal auf die Beinmuskulatur geschaut hatte: „oh ha, da müssen wir ja bald die Hosenbeine aufschneiden“. 

Und in der Tat bin ich nach ca. 3-4 Wochen unzufrieden mit meiner 361° Laufthight da sie an den Beinen nun deutlich zu eng geworden ist. Also muss eine neue her oder – dem Wetter sei dank – umstellen auf kurze Hose.

Da ich kein Profiläufer bin muss ich meine eigene Routine und mein eigenes Setting seit 9 Monaten austüfteln – Victor ist nun, da er spontan mitgekommen ist eine große Hilfe – A) macht es unheimlich Spaß mit Ihm und B) ist er mein Supply Fahrzeug. 

Daher ist er permanent alle 5-10 km als Pausenstation vor Ort – dort bereitet er mir entsprechend Proteinshakes sowie weiteres Essen (Banane, Brot, Wurst, Käse, Suppe, Schokolade, etc. und Getränke) zu. Zudem lenkt das ab und es wird nicht eintönig.

Darüber hinaus üben wir beide uns auch noch im Fotos- und Film machen während des Laufens. Hilfreich sind dabei die Garmin Geräte die ich über Urs Weber vermittelt von Garmin bekommen habe. 2x Fenix 3 HR und 2 Virb. 

Da wir nun Halterungen am Fahrzeug angebracht und einen Gimbal eingesetzt haben wird es besser – hilfreich ist auch die Sprachsteuerung und die Funktion, die Cams vom Handy oder der Uhr aus zu starten. Hier entstehen ganz lustige Szenen die auch hilfreich sind, sich Abzulenken. Nur mit der Datenmenge kämpfen wir noch etwas weil man sich ungern von Filmschnipseln trennt – auch wenn man weiß, man braucht die nie wieder.

Blasen oder Reibestellen an den Schuhen habe ich überhaupt keine – allerdings trage ich auch nur eine Art Socken, Creme nur bei sehr sehr trockener Haut und auch nur ein Modell an Laufsocken. Die Schuhe (Sensation2 von 361) sind ein Grund – für mich passen die einfach perfekt – Normalerweise habe ich 42-42,5 – hier habe ich 9,5 was 43,5 entspricht. Benutzt habe ich bis dato 3x Sensation2 490km, 679km und 615km. Gerade laufe ich mit dem 4. Paar.

Die Distanz 679 und 615 hat mir gezeigt, dass ich den Schuh zwar so lange tragen kann – Abnutzung der Sohle auch noch im Normalbereich ist, aber dass die Umstellung auf den neuen Schuh jeweils ca. 1 Tag dauert. Daran merke ich, dass ich besser früher wechseln werde – ca. 500 km ist das Ziel. Wäre auch meine Empfehlung für Unsichere aus der Laufszene – den Schuh ca. 300-400 km max. laufen – dann den selben (identischen) Schuh einfach mal für einen Lauf tragen und man merkt ganz schnell den Unterschied ob der Schuh noch „läuft“ oder schon „tot gelaufen“ ist.

Darüber hinaus bin ich aber auch sehr sehr „penibel“ denn Blasen sind schmerzhaft und einmal da kaum wieder wegzubekommen – bei solchen Strecken schon gar nicht. 

Das gilt es auf alle Fälle so lange wie möglich zu vermeiden. Da ich aber nicht auf Zeit oder gegen jemanden Laufe stoppe ich beim kleinsten Steinchen im Schuh – sofort raus, Socken ausschütteln und weiter – das ist ein kleines Mittel das wirklich hilft. Auch nasse Socken werden bei mir „sofort“ gewechselt, ausser es regnet in Strömen – dann kommt meine Ringelblumencreme dick auf die Füße, in die Socken und weiter gehts. Und die Socken selbst müssen natürlich 100% passen – und auch richtig angezogen werden – keine Falte, keine Naht. Hier lohnt sich penibel zu sein, gerade für jemanden wie mich, der nicht „routinierter Profiläufer“ ist. Da mir Begriffe wie Pace, Schrittfrequenz und anderes fremd sind und ich mich damit auch gar nicht so viel beschäftigen will fokussiere ich mich auf das was ich selbst verstehe und umsetzen kann – das funktioniert – mal sehen ob es reicht, bis ans Ziel zu kommen.

Magnesium, Omega 3, Colostrum, Vitamin D und andere sind die Hauptsächlichen Hilfsmittel inclusive Proteinshakes die ich nehme und ich merke zum Training vorher, bei dem ich keine Nahrungsergänzung genommen habe eine deutliche Erleichterung. Nachteil besonders durch das Magnesium – Toilettenbesuche sind deutlich häufiger. 

Der Stuhlgang verändert sich und der Laufrucksack hat dadurch deutlich mehr Toilettenpapier als Inhalt. (Gibt es nicht immer in den öffentlichen Toiletten ausreichend) Für die Sensiblen die bei öffentlichen Toiletten und dem entsprechenden Geruch Probleme haben – Tigerbalm oder anderes gut riechendes unter die Nase streichen – Geruch weg – Ekel meist weg.

Mit Victor mache ich jeden Tag seine „+one“ challenge mit. Das bedeutet pro Tag eine Übung mehr. Tag 1 = eine Liegestütze, Tag 2 – 2 Liegestützen, etc. Am Tag 20 führte ich dann noch Wasserkanisterheben mit ein – nur für mich nicht für Victor.

Vic macht Liegestütz und Situps und „um das Fahrzeug mit Anhänger“ laufen, ich mache als Oberkörperausgleich Liegestütz, Situps und 8-10 km Wasser Kanister heben. Jetzt nach ca. 30Tage merken wir das schon gewaltig in den Knochen – schlimmer ist es aber, einen Tag oder 2 zu vergessen oder aus Lustlosigkeit nicht zu machen – dann heißt es, dies nachzuholen. – autsch dann gehts mit Muskelkater am nächsten Tag weiter. Heute (Tag 32. Tag mussten wir die Tage 30, 31 und 32 machen. Ich bin ganz Stolz auf Victor – wir haben es in einem durchgezogen – nur kurze Pausen zwischen den Sessions – damit haben wir heute zusätzlich zum Laufen 93 Setups, 93 Liegestützen und ich nochmal 93 Wasserkanisterheben gemacht.

Mit dem Käfer ist das so eine Sache – zum einen sind wir sensibel wenn er zu heiß wird und müssen Pause machen, was aber bei unserer 5-10 km Idee eher dem zugute kommt. 

Bleibt man aber mit dem Gespann an der Straße stehen, kommen viele viele Schaulustige und „Fans“ um mit uns zu „plaudern“ das ist ein tolles Gefühl, da ich ja genau das will – mit den Menschen vor Ort in Kontakt kommen und unsere Kulturen und das Verständnis füreinander austauschen – allerdings werden die Pausen dadurch auch immer länger als gedacht. 

Daher haben wir jetzt schon umgestellt und halten manchmal im „nirgends“ an – allerdings merken wir, dass das kaum jemand davon abhält in die Eisen zu steigen und uns „zu besuchen“ – also sahen wir schon die eine oder andere Vollwendung auf der Straße – egal wie dicht diese befahren ist.

Vic muss dann immer erklären was er hier macht, was zu großem erstaunen führt – „mit nem Käfer bis Shanghai… Wow“ – Vic hält den Spannungsbogen aber schon soweit raus, dass er danach erst erzählt, dass auch noch ein verrückter Läufer die Strecke läuft – und meistens komme ich gerade dann um die Ecke gerannt – hahaha ein Riesen Spaß ist das, dann mit den Menschen darüber zu sprechen was uns bewegt.

Die Reaktionen sind zu 100% Klasse – viel Respekt, aber auch viel Zustimmung die uns sagt: Ja, es ist richtig dieses Projekt für Verständigung unserer Gesellschaften zu machen. Und Vic und ich lernen sehr sehr viel über diese Länder wie Polen und Belarus und jetzt auch Russland. Wir werfen fast täglich viele alt eingebrachte Gedanken über Bord. 

So zum Beispiel heute Morgen – 32. Tag – ich wache nachts auf um auf Toilette zu gehen – also raus aus dem Anhänger und in meine Badelatschen die ich unter dem Wagen stelle (damit sie trocken bleiben) Ups – nur noch eine da???? na ja – also Stoff-Hotel-Latschen raus und aufs WC – im Halbschlaf habe ich gar nicht so darüber nachgedacht. Am Morgen dann aber das Entsetzen: Victors 361 Schuhe weg – meine Badelatschen beide weg – erster Gedanke – ein böser Streich oder vermutlich sogar geklaut – die Schuhe sehen teuer aus und man hatte uns ja gewarnt – in Russland wird alles geklaut. „siehst du“ hab ich noch gesagt…. 

Na und dann? Zwei Hunde die zum Gelände gehörten hatten wohl in der Nacht ihren Spaß und Victor entdeckte seine Schuhe nicht weit weg vom Wohnanhänger. Wenig später fand ich auch meine Badelatschen – allerdings hatten die Hunde mehr Respekt vor der Sportmarke und gedacht, „dass Arbeitsgerät machen wir mal lieber nicht kaputt“ aber die billig Latschen müssen weg – also regelrecht aufgefressen – hahahah da waren die Vorurteile schnell besiegt und ich habe nich selbst ertappt. Gut so dachte ich mir – das heißt nicht, dass wir nicht vorsichtig wären, aber wir achten mehr auf unsere Gedanken.

Hilfreich für uns war auf alle Fälle das Staats TV gleich zum Beginn in Belarus – in Brest. So haben wir jetzt ein Video, dass wir zeigen können und das auf tolle Weise in Landessprache (Russisch) erklärt was wir machen – somit erreichen wir noch viele Menschen mehr und können es in den Ländern wie Russland, Kasachstan, Usbekistan und Kirgisistan einsetzen, da dort überall russisch gesprochen wird. Für China hatten wir schon chinesisches TV und sind somit auch schon bestens ausgestattet. Danke ans TV besonders, da wir ja gar nicht berühmt oder bekannt sind und eigentlich auch nichts weltbewegendes machen. Uns hilft es aber auf alle Fälle.

Besonders ist natürlich das Erste „im Sand Steckenbleiben“ in Erinnerung geblieben – hahaha wir waren gerade auf einer wunderschönen Sandpiste abseits der Hauptstraße unterwegs – hatten die Kamera am Fahrzeug vorne angebracht und wollten bei sonnigen 25-30 Grad ein schönes Laufvideo machen. Ich also vorne weg – der Bug hinterher – die Kamera läuft und der Motor schnurrt – plötzlich dumpfer Puff-Ton – Stille – Kein Motorengeräusch mehr – mir war sofort klar – aufgesetzt im Sand. Und wie, der Bug hat sich ca. 30 cm tief mit der Aufhängung der Anhängerkupplung in den Sand gefressen – es hat uns 2,5 Stunden Schweißarbeit gekostet, den Käfer frei zu buddeln und aus dem Sand zu befreien, dann noch den Anhänger. Den mussten wir dann separat „bergen“ was bei ca. 700-800 kg ohne Käfer echte Knochenarbeit war. Wir mussten eine Strecke von ca. 5-10 Meter überwinden um ihn dann mit zwei langen Spanngurten an den Käfer zu hängen und den Rest rauszuziehen. Das nach ca. der halben Tagesetappe Laufen – sehr Kräfte zehrend. Trotzdem war es für uns auch eine Art Spaß und danach gabs erst mal ordentlich „Brotzeit und Kaffee“ und unser Video haben wir trotzdem noch fertig bekommen.

In Polen und Belarus haben die Menschen uns mit Ihrer Freundlichkeit mehr als überwältigt. Selbst Menschen die kaum selbst über die Runden kommen haben uns zu sich nach Hause eingeladen, uns den Wohnanhänger am Strom aufladen lassen und das eigene Schlafzimmer für uns angeboten und sind selbst auf die Couch oder das Kinderzimmer ausgewichen. Klingt nich so spannend, ist aber der Wahnsinn für uns – hier sprechen wir von Menschen die noch keinen Funktionierenden WC Anschluß im eigenen Haus haben, kaum genug Einkommen für sich selbst haben und 2 „Vagabunden“ Nachts verzweifelt an der Tankstelle nach Stromanschluß fragend sehen – dann nicht lange überlegen und sofort das eigene Heim anbieten. Wir fühlten uns immer sofort als Teil der Familie, wir haben alte Familien-Foto-Alben angesehen, Geschichten aus unserem Leben erzählt und aus deren Leben gehört und immer viel gelacht. Was wir aber nie gehört oder erlebt haben ist ein Jammern oder Klagen über die eigene Situation oder die Umstände. Mich persönlich hat das am meisten beeindruckt.

  

Auch in Gomel / Belarus zum Beispiel kam ein Pärchen auf uns zu, welches uns an der Straße und im TV schon gesehen hatte. Fragte uns was wir noch von Belarus und den Menschen sehen wollen – unsere Antwort ist immer gleich: 2Bitte nichts touristisches sondern etwas was die lokale Bevölkerung macht.“ Also habe Sie uns kurzum ins Auto gepackt (19:00 Uhr und schon Dunkel) und sind mit uns ca. 25 Km aus der Stadt hinaus gefahren um uns in eine Wochenende Gebiet der „locals“ zu bringen. 

Dort in ein klassisch traditionelles Restaurant eingeladen und wieder als Teil der Freunde aufgenommen. Echt wahnsinnig leckeres Esse, tiefgründige Gespräche und natürlich auch den einen Schnaps oder Bier (Victor mehr als ich, da ich ja hier echt aufpassen muss) Ohne wenn und Aber über alles reden können und am nächsten Tag während der Mittagspause noch schnell mit Victor losgefahren um neue Keilriemen zu kaufen. Wahnsinn. 

Jetzt planen die beiden tatsächlich nach Shanghai zum Zieleinlauf zu kommen. Wer die Einkommensverhältnisse in Weißrussland kennt und weiß dass ein Flug schnell 3-4 Monatsgehälter kostet versteht unsere tiefe Bewegtheit bei solchen Erlebnissen. 

Victor und ich hatten auch zwischendurch Family reunion – meine Frau mit Schwiegereltern kam nach Posen für unseren Kultur- und Pausentag. Leider hatten Sie den Zug verpasst und das Ticket darf man nicht einfach für einen anderen Zug nach polen benutzen. Die Bahn wollte Sie daher – als Sie den späteren Zug unerlaubter Weise doch mit dem Ticket nutzten – in Frankfurt Oder wieder zurück nach Berlin senden – aber meine Frau hat sich einfach abgesetzt und ist Kurzerhand mit Schwiegereltern und Kind davon, hat gerechnet, dass Extra Hotel und neues Ticket genauso teuer sind wie mit dem Taxi von Frankfurt Oder nach Posen und war dann um 10:00 Nacht in Posen mit dem Taxi angekommen. 

Victors Onkel und Tante sind genauso positiv verrückt – die sind von Bremerhaven bis nach Petrikao ca. 1800 km gefahren um den Neffen noch mal zu sehen, Material zu bringen und am nächsten Tag wieder nach Hause zu fahren. Auch das war für mich ein echtes Erlebnis. Der Onkel Helmut und die Tante Heike sind echt Klasse und auch die einfachste Art des Hotels mit 0 Luxus haben die beiden nicht von Ihrer positiven Art abbringen lassen. Onkel Helmut ist dann am nächsten Tag noch eine kleine Strecke mit mir – oder besser vor mir gelaufen um dann die Heimreise anzutreten.

Für uns beide war das ein sehr guter und wichtiger emotionaler Moment und auch noch mal eine letzt Chance abschied zu nehmen. Jetzt fängt es langsam an deutlich mehr zu schmerzen die Familie nicht sehen zu können und den kleinen Xavier-Xushu zu vermissen – und wenn ich ehrlich bin fließt da schon mal die eine oder andere Träne unterwegs.

Leider hat das mit dem Sponsoring der Mobilfunkverträge anfangs noch nicht so gut geklappt, so dass wir schon ein halbes Vermögen ausgeben mussten um „mobil“ zu sein uns unserer Fotos und Artikel bloggen zu können. 

Jetzt arbeiten wir an einer Lösung und das sieht schon mal vielversprechend aus – trotzdem macht der Kopf noch nicht ganz frei, das es noch viel Kosten gibt, die im Lauf der nächsten 7-8 Monate auf mich zukommen und noch nicht bezahlt werden können. 

Das lenkt zwar ab ist aber auch anstrengend, das ich beim Laufen viele Telefonate führen muss um weitere Sponsoren und Geldgeber zu finden. Das kostet sehr viel Energie.

Insgesamt ist es bis dato noch nicht viel schwerer als gedacht – was aber nicht heißt, dass es leicht ist. Aber die Momente die Victor und ich uns bewusst herausarbeiten mit den Menschen vor Ort, die Kulturtage, das Schlafen im Wohnanhänger auf engstem Raum und die Richtige Einstellung bei uns beiden machen das erträglich.

Auch der Grenzübertritt von Belarus nach Russland war alles in allem ok. Die Nacht vorher verbrachten Vic und ich bei einer Pensionierten Russischlehrerin die gleich das halbe Dorf alarmierte als wir angekündigt wurden. Aber dadurch hatten wir auch gute Übersetzer da natürlich dann auch die Englischlehrerin kam.

Dann gabs noch rustikale Hausmannskost und ab gings ins Bett, das letzte mal in Belarus.

Da wir ein Dokument nicht vorzeigen konnten, wurden uns bei der Ausreise (zu Recht) Radkrallen angelegt und eine Strafe von 200$ auferlegt. Diese dürfen wir aber – ordnungsgemäß – per Überweisung – begleichen. Vic hatte es einfach verlegt. 

Na ja, kommt vor, aber nur einmal 😉

Da wir an der Russischen Grenze ALLES , aber auch wirklich ALLES auspacken mussten dauerte es inclusive Wartezeiten ca. 11 Stunden bis wir durch waren. Glücklicherweise hatten wir was zum Essen dabei – nur das mit Kaffee und Rauchen für Vic war nicht so toll – gabs nicht 🙂

China ist noch sehr weit weg, für den Kopf aber auch im Kalender, trotzdem versuche ich besonders für die chinesischen Leser auch viele Eindrücke und Ideen und Bilder zu finden. Dort hat das TV uns auch schon in die Berichterstattung aufgenommen und die Kooperation mit den Sponsoren aus West und Ost klappt fast immer problemlos – die kulturellen Unterschiede kommen aber natürlich hie und da zum tragen und dann gilt es flexibel zu sein, aber auch klar die Meinung zu sagen und auch mal „nein“ zu sagen.

TV ist natürlich für uns gut da ich meine Idee und kulturelle Botschaft besser verbreiten kann – allerdings merke ich auch, dass der Druck steigt und ich kein geübter Medienmensch bin. Aber das lernen wir auch noch – hahahahaha

Somit hat ein normaler Tag für Victor und mich momentan meist mehr als ca. 12-16 Stunden und machmal auch mehr.

Aufstehen zwischen 6:30 und 7:30 – Startklar meistens ab 8:00-9:00 – Laufen bis ca. 17:00-19:00 Uhr, Schlafplatz suchen, Verpflegung, Logistik, Sponsor mails und Medienarbeit und noch Dehnung und „+one“ -dann ist es auch schon fast 12 Uhr bis 2 Uhr Nachts was eigentlich zu spät ist für mich aber es auch gerade nicht anders geht solange noch nicht alles finanziell in trockenen Tüchern ist.

Aber kein Grund zum Jammern – selbst ausgesucht hahahah

Fazit: Toll was wir erleben dürfen, Schmerzhaft aber erwartet, super Teamplay mit Victor, den ich erst seit November 2016 kenne und auf alle Fälle schon sehr erfolgreich für das was ich erreichen will – aber auf der anderen Seite noch ca. 10000km vor uns uns. Das wirkt schon noch extrem wenn ich jetzt so darüber nachdenke….

Viel Kraft kommt von den Menschen die mir unterwegs Schreiben – bei Facebook oder Instagram oder sonst wo wie Wechat oder Weibo. Hier erzählen mir viele von Ihrer Geschichte und, dass Sie selbst wieder Mut und Entschlossenheit gefunden haben um die eigenen Ziele oder Lebensträume zu verwirklichen. Da sind solche Geschichten wie: „ich bin das erste mal in meinem Leben 3 KM gelaufen“ oder ich habe ich endlich dazu durchgerungen mich zu bewerben und zu verändern wirklich motivierend. Mir geht es um die Menschen wie ich selbst einer bin – wir „normales“ können auch vieles erreichen und müssen nicht immer „Profi“ sein. Von den Profis können wir viel lernen aber wir wollen auch unsere eigenen kleinen Erfolge – Schritt für Schritt – Tag für Tag.

Bleibt alle Gesund und Glücklich und wenn es euch Gefällt freue ich mich über Feedback jeglicher Art, ausser zur  Rechtschreibung und zum Satzbau – da werfe ich gerade alle Regeln über Board um überhaupt mit dem Schreiben fertig zu werden. hahahaha Also bitte – entschuldigt meine Orthographie an dieser Stelle.

Der nächste Bericht kommt aus der Halbzeit in Russland – freut Euch drauf – wir freuen uns auch schon. Jetzt noch ein paar Eindrücke und bis bald….

Kai Markus – www.runmysilkroad.com 

@runmysilkroad

info@runmysilkroad.com

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2 Kommentare

  1. Ralph April 12, 2017

    Endlich mal was Spannendes zum Lesen.Einfach toll.
    Mach (t) weiter so .teu,teu,teu .

    Klasse Abenteuer.

    Viele Grüße aus Bergheim bei Köln.
    Ralph Thomas (der mit dem Mofa :-))

  2. Iris April 13, 2017

    Danke für diesen tollen Bericht – ich bewundere dich, dass du es einfach tust – dir deinen Traum verwirklichen – dass du die Menschen denen du begegnest mit Offenheit und Neugier(Interesse ist vielleicht das positivere Wort aber du weißt was ich meine ) begegnest und der Welt zeigst wieviel gute Energie und Bereitschaft sich kennen zu lernen in dieser Welt ist
    Ich freue mich auf deine weiteren Nachrichten – einen guten Lauf !
    Liebe Grüße an Victor – toller Mensch dass er dich auf diesem Abenteuer begleitet

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