englisch see below…


Nach langer Zeit gibt es hier wieder ein update. Warum erst jetzt? Nun, 12000 km von Hamburg nach Shanghai, ein heftiger Unfall, Ärger mit Versicherungen die nicht Zahlen wollen, ein Heilungsprozess der mit Höhen und Tiefen bis heute und jeder Menge Rückschlägen… Das muss verarbeitet und verdaut werden. Aber nun?

Was macht jemand der seinen Lebenstraum erfüllt hat?

„Was jemand macht, der seinen Lebenstraum erfüllt hat?“ werde ich oft gefragt. „Wie geht es jetzt weiter?“ „Was kommt als nächstes?“ Das sind häufig gestellte Fragen in Interviews oder bei Vorträgen.

Victor (re) and Kai Markus (li) take a rest at pamir highway at about 3000 m above sea level

Tja, als ich am 29.09.2017 plötzlich durch einen schweren Unfall an beiden Füßen eine heftige Calcaneus Splitter-Fraktur hatte  war erst mal alles über den Haufen geworfen, was ich mir vorher ausgedacht hatte.

Wuhan Military Hospital after surgery on both heel bones. Kai Markus tray to recover from his accident.

Victor, mein Begleiter büßte schon am selben Tag morgens seinen Bugavan (VW Käfer 1984 und Sia Kulba Anhänger) ein. Motorschaden! Und Mittags hat´s mir dann die Beine weg gehaunen.

Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nichts vom Glück des anderen, aber Abends, alls wir uns dann im Krankenhaus in Enshi (China) trafen, konnten wir schon fast wieder lachen…

left and right heel bone with screws and nails after surgery

Läufer Füße kaput – Fahrer Fahrzeug kaput – klare Sache – Victor läuft für´s Team weiter und ich mache die OP und Reha in China. Darüber gab es bei uns beiden nie Zweifel.

12.000 Kilometer liegen zwischen Hamburg und Shanghai, die Kälte Russlands und die Hitze der Taklamakan-Wüste. Am Wochenende erreichte der Hamburger Kai Markus das Ziel seines Laufs für Völkerverständigung.

 

Aber all die Pläne die ich nach dem Projekt verwirklichen wollte waren erst mal wie Seifenblasen geplatzt.

Pamir Highway in Kirgistan. Kai Markus remind himself of the value of his live dream.

Sponsoren die das Weite gesucht haben und andere die gerade jetzt ihre Unterstützung zugesagten. Menschen mit großer Klappe und andere die sich nie gemeldet habe und dann aber plötzlich da waren….


Was machst du in so einem Moment? Nun, auf das Wesentliche konzentrieren. Und das waren zusammengefasst 3 Dinge:

  • Füße in in Ordnung bringen und mich um Victor kümmern der weiterlief
  • einigermaßen vernünftiges Finish in Shanghai sicherstellen, und halten was ich versprochen hatte
  • ein Zukunftsbild malen – ohne Perspektive keine Zukunft

Mir war klar, dass besonders der letzte Punkt für mich, aber auch für mein Umfeld wichtig wird. Positiv in die Zukunft blicken….


Also musste ich mich fragen: Was ist mir wichtig, wie soll meine Zukunft aussehen!?

Vorurteile abzubauen, Menschen zum nachdenken animieren und ihnen zeigen, dass wir alles schaffen können – wenn wir nur wollen.

Während meiner Reise nach China kamen aber noch andere Themen in meinen Rucksack, Themen wie:

Nachhaltiges reisen, Zucker und Diabetes und die Zukunft unserer Kinder…

Aber, wie soll das alles gehen wenn du mit zwei in splittern gebrochenen Füßen im Krankenhaus liegst, und selbst die Ärzte und Therapeuten nicht so recht wissen, ob du jemals wieder Laufen kannst. Ob nicht doch die Fußgelenke versteift werden müssen. Ob die Schmerzen jemals wieder weggehen, die mich bis heute täglich begleiten?

Na ja, „es gibt ja noch andere Fortbewegungsmöglichkeiten“ dachte ich. Rollstühle, Krücken und viele weite Ideen – jammern hilft nicht und hat noch nie geholfen.

Kai Markus with his family at the finish event in shanghai 16th december 2017

–> also hieß es: „Plan schmieden und anpacken…“

Natürlich wollte ich erst mal wieder normal arbeiten, einen festen Job finden um mich wieder zu organisieren und der Familie Stabilität gegen. Nun, mußte ich aber schnell merken, dass dies so einfach nicht funktioniert. Wer will schon nen „verrückten“, der zudem auch noch in der Reha steckt? Den meisten bin ich also jetzt zu „exotisch“. Zwar würden viele gerne die Skills die ich mitbringe nutzen, aber doch bitte mit einem etwas „normaleren“ Charakter.

Nun, da sich der Zustand meiner Füße und Beine einem Status nähert, der es mir ermöglicht langsam wieder mal einen Tag ohne umfallen zu verbringen. Ohne Bein wegzucken oder einknicken, ohne Rollstuhl oder Krücken…. Nicht gleich die ganze Woche – nein – mal so einen Tag dazwischen. Jetzt also ist der richtige Zeitpunkt neues zu planen und in die Tat umzusetzen…. Die Weiterführung von runmysilkroad.com – cycle and run = fun war geboren.


cycle and run = fun – cross Europe to build bridges

Die Veränderung  in unserer Welt, die spaltenden Tendenzen einiger, die Polarisierung in Gut und Schlecht, … Europa und die Welt stehen aktuell in einem Veränderungsprozess wie selten zuvor und nicht immer zum Besten für unserer Gesellschaften – Aktuell sehe ich, wie sich ein Keil zwischen unsere alle bohrt.  Zu wissen, dass wir die aktuellen Probleme der Menschheit nicht im Alleingang lösen können, aber jeder plötzlich wieder für sich allein gegen alle sein will macht Angst und Sorgen – besonders wenn wir an die nächste junge Generation denken.

Wir können die Welt nicht in Gänze ändern – aber zusammen wir können kleine Schritte unternehmen um sie Positiv zu beeinflussen.

 


Am 13. August 2018 ist es also soweit – an der Flørli Treppe – einer der längten Holztreppen der Welt geht es los. Hinauf auf meinen Füßen – als Abschluss der Reha sozusagen. Und dort oben starte ich dann mein neues Projekt.

The village Flørli in the Lysefjord is only accessible on foot or by ferry. It is a popular tourist destination for its stairway with 4444 steps up the mountain along a hydropower watergate. The historic hydropower plant can be visited and you will love the idyllic fjord setting of it all.
Training? Na ja, so richtig ging das wohl aktuell nicht – aber Ihr kennt mein Motto:

 

„you can think it – you can make it!“

Genau das habe ich mir ja schon einmal selbst bewiesen und vielen anderen beigebracht.Darum wird jetzt auch wieder klappen.

 


Umso erfreulicher aber ist es dann, dass ich diesmal alte und neue Bekannte dabei haben werde.

Zu den neuen Bekannten gehört zum Beispiel Marathonhamburg mit „#RunTheBlueLine

Warum Laufen? Es soll doch mit dem Rad losgehen? Nun, ich bin überzeugt, dass Laufen…

  • verbindet
  • Freude macht
  • gesund ist
  • Teamwork fördert
  • von ganz klein bis ins hohe Alter betrieben werden kann

Die „blaue Line“ durch Europa tragen – Werbung für den Laufsport und natürlich für einen der schönsten Marathons – den bei uns in Hamburg machen

Daher habe ich nich auch gleich für den 28.04.2019 zum Haspa-Marathon-Hamburg angemeldet, und mit etwas Glück wird meine Startnummer auch noch meine Glückszahl.

Ich freue mich über alle die sich auch anmelden und mit mir zusammen dann nächstes Jahr den Marathon bestreiten – auch wenn ich wohl noch etwas langsam sein werde.

Wer also gerne mal den ersten Marathon in seinem Leben laufen will – ich unterstütze Euch mit Tips und Hilfestellung und gemeinsam werden wir über die Ziellinie laufen. Schreibt mir einfach eine email

Mehr zu meinem neuen Projekt der Route und zu meinem Equipment findet Ihr auf meiner Homepage.

Und so ähnlich wird mein Bike aussehen – ich hoffe noch auf einen Bike Sponsor aber zur not tut es mein eigener „Schinken“ auch… hahahaha

Designdraft Cycle and run = fun – #runtheblueline cross europe – run #beyondexpectations

 


ENGLISH VERSION


After a long time there is an update here again. Why now not earlier?

Well, 12000 km from Hamburg to Shanghai, a heavy accident, trouble with insurance companies who do not want pay, a healing process with up and down´s and lots of setbacks …

That has to be processed and digested. But now?

What is somebody doing to fulfill his life’s dream?

„What does someone do who has fulfilled his lifelong dream?“ I am often asked. „What’s next?“ „What’s next?“ These are frequently asked questions in interviews or lectures.

Well, when I get stopped 29.09.2017 suddenly by a serious accident on both feet by a violent Calcaneus splinter fracture everything was thrown over the pile, what I had thought up before.

Victor, my companion lost his Bugavan (VW Beetle 1984 and Sia Kulba trailer) on the same day in the morning. Engine failure! And at noon, my legs are broken!

At this point, we did not know anything about  the other, but in the evening, when we met in the hospital in Enshi (China), we could almost laugh again …

Runners feet broken – driver vehicle broken – simply a fact – Victor continues for the team by running the last part to shanghai and I do my surgery and rehab in China. There was never any doubt about that between us.

But all the plans I wanted to realize after finish the project had burst like soap bubbles.

Sponsors who have leave me alone and others who are now pledging their support. People with big mouths and others who have never contacted and then suddenly appear and offer their support ….

 


What are you doing in such a moment? Well, focus on the essentials. And that were summarized 3 things:

  • Get your feet in order and look after Victor who kept going
  • Ensure reasonably reasonable finish in Shanghai and keep what I promised
  • painting a picture of the future – no future without perspective

I knew, that especially the last point would be important for me, but also for people around me. „Looking forward to the future“ ….

 


So I had to ask myself: What is important to me, how should my future look like?
Preventing prejudices, encouraging people to think out of the box and showing them: we can reach anything – if only we want.

During my trip to China, there were other topics i put into my backpack, such as:

Sustainable travel, sugar and diabetes and the future of our children

But how is it going to work if you’re in the hospital with two broken feet in in many pieces, and even doctors and therapists do not really know if you’ll ever walk again? Whether the ankles have to be stiffened. Will the pain – that accompany me every day still now – ever go away?

Well, „there are other ways to get around,“ I thought. Wheelchairs, crutches and many other ideas – whining does not help and has never helped.

-> So it was said: „Plan forge and tackle …“

Of course I wanted to do a normal work again, find a steady job to reorganize myself and the family to bring stability. Well, I had quickly to realize that this just does not work. Who wants hire such a „crazy guy“, who is also still in the rehab? So I’m now too „exotic.“ Although many would like to use my skills, but with a somewhat more „normal“ character.

Well, as the condition of my feet and legs is approaching a status that allows me slowly to spend an day without falling over. Without a leg wince or buckle, without a wheelchair or crutches …. Not just the whole week – no – once a day in between. So now is the right time to plan and implement something new ….

The continuation of runmysilkroad.com – cycle and run = fun was born.


cycle and run = fun – cross Europe to build bridges

The change in our world, the divisive tendencies of some, the polarization in good and bad, … Europe and the world are currently in a process of change as rarely before and not always the best for our societies – Currently I see how a wedge between ours all drills.

Knowing that we can not solve the current problems of humanity alone, but everyone suddenly wants to be alone and against everyone – this makes us worried and especially when we think of the next young generation.

We can not change the world – but together we can take small steps to influence it positively.

On the 13th of August 2018 the time has come – at the Flørli staircase  – one of the longest wooden stairs in the world starts. Up on my feet – as a completion of rehab, so to speak. And up there I start my new project.

Flørli 4444 – hike the World’s Longest Wooden Stairs The village of Flørli in the Lysefjord is only accessible by foot or by ferry. It is a popular tourist destination for its stairway with 4444 steps up the mountain along a hydropower watergate. The historic hydropower plant can be visited and you will love the idyllic fjord setting of it all. www.florli.no

Training? Well, that did not work out right now – but you know my motto: „you can think it – you can make it!“ That’s exactly what I have already proven myself and taught many others. That’s why it will work again.


All the more pleasing, however, is that this time I will have old and new acquaintances with me. The new acquaintances include Marathonhamburg with „#RunTheBlueLine

Why running? It’s supposed to start with the bike? Well, I am convinced that running …

  • connects
  • makes you happy
  • is healthy
  • promotes teamwork
  • can be run from very young to old age

The „blue line“ through Europe wear – advertising for running and of course for one That’s why I did not register for the Haspa-Marathon-Hamburg for the 28.04.2019, and with a bit of luck my race number will become my lucky number.

I am happy about all who sign up and compete with me next year the marathon – even if I will probably be a bit slow.

So if you want to run the first marathon in your life – I support you with tips and assistance and together we will run across the finish line. Just write me an email.

More about my new project of the route and my equipment can be found on my homepage.

And that’s what my bike will look like – I’m still hoping for a bike sponsor, but if in case i don’t find – my old bike will do a good job as well – hahahaha


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