12.000 km – 里丝绸之路德国至中国a

Kasachstan – die letzten 5% Europa

Die Russisch-Kasachische Grenze. Easy going. Es war bis dato die einfachste Grenze. 

Zum einen, da unsere Guides für den Grenzübertritt gut und erfahren waren, zum anderen, da der russische Grenzer fließend Deutsch sprach und zu guter Letzt, da wir für Kasachstan kein Visum benötigen. 

 

Eine der lästigen Aufgaben an der Grenze bzw. direkt danach ist es, sich um die richtige Versicherung bzw. um die Telefonkarten zu kümmern. Und oft gibt es leider die richtige SIM-Kartengrösse nicht. Dann muss man halt selbst Hand anlegen. 

Das Wetter war in Kasachstan erwartungsgemäß sehr gut. Warmes bis heißes Wüsten-/Steppenklima. Die Temeratur meistens bei 30°-35° am Tag in der Spitze 46°. Zweimal gab es stärkeren Regen. Für gerade mal 15-30 Minuten. Genug um die Regenjacke anzuziehen da ich ja leider vorher nicht weiß wie lange es regnet.   Na ja in der Regenjacke schwitzt man genauso als wäre man durch den Regen Nass geworden.  

Da es überall Trampletiere (Kamele = 2 Höcker und Dromedare = 1 Höcker) gibt habe ich mir ein neues Wort einfallen lassen müssen. Trampeltier fiel mir immer nicht ein aber ich musste immer an Stampfen denken. So nannte ich ab da die Tierchen: „Stampfeltier“ – zur Belustigung Victors.

Wenn es nach Victor geht hat er schon genug tolle Sonnenauf- und Untergänge gesehen. Ic selbst kann mich an jedem einzelnen erfreuen. Für mich ist es ein Zeichen von Leben und Vergänglichkeit und es macht mich morgens Glücklich und voller Energie für den Tag und Abends Dankbar und bescheiden und ruhig. Ich kann mich nicht daran sattsehen.   

Auch in Kasachstan blieben wir beim Nachtlager suchen stecken. Diesmal hatten wir aber Holzbohlen dabei. Sandbleche waren noch nicht besorgt bzw. nicht erhältlich. Na ja, also den Kulba und den Bug wieder Rausgekämpft und erschöpft auf den Steppenboden gezogen. Als Belohnung durften wir dann 2 Tage später einem LKW helfen, dem das selbe Schicksal ereignet hat.  Die beiden Fahrer waren super dankbar, blieben aber kurz danach gleich wieder stecken. Daraufhin haben wir nur noch die Vorbereitungen für das Bergen durch einen Mega starken Allrad Kamaz (russischer Unimog wie ich ihn nenne) gemacht. Das ging dann in 10 Minuten aus dem Sand. 


Auch in Kasachstan waren die Reaktionen auf das Fahrzeug und das Projekt überwältigend. Sprachlich würde es schwerer da zwar viele aber doch nicht alle Russisch sprechen bzw. verstehen. Aber mit Hand und Fuß geht es dann eben doch. Man muss nur wollen. Dann versteht man sich auch. Ein weiteres Fazit unseres Projektes – und es gilt bestimmt auch für die Großen Kinder der Weltpolitik. 

Bad Police! –> No. Wir wissen, dass auch in Kasachstan die Polizei sehr „böse“ sein soll. Das mag sein aber wir kennen immer nur einen Ausschnitt der Realität. Ich gebe nichts auf die Erzählungen anderer. Ich habe hier Europäer gesehen, viele. Etliche wissen wie die Regeln sind aber spielen das selbe Katz und Maus Spiel wie zuhause. 

Endlich konnten wir uns auch mit den schon Lage notwendigen  Sandblechen ausstatten. Na ja – Baumarkt und Kanalisationsabdekungen gekauft. Tuts auch – hahaha

Auch in Atyrau gabs dann wieder Lokal TV mit Interview was nach wie vor eine große Hilfe für uns ist. 

Der Keilriemen muss alle 2 Tage geprüft und ca. Einmal pro Woche nach gespannt werden. 

Unser erstes Lagerfeuer – bis dato waren wir entweder zu faul oder hatten Angst zu viel Ärger zu bekommen. 


Die verrückten unter sich: 

1 Martin mit dem Toyota durch die Länder

2 Eddi der mit dem Bike von Düsseldorf nach Fergana in Usbekistan unterwegs ist

3 Victor mit dem Bugavan von Hamburg nach Shanghai und weiter

4 und ich, laufend nach Shanghai 


Einmal nicht aufgepasst – Sonnenbrand der allerfeinsten Art – und Schmerzen 


Diese Jungs in den schweren Maschinen wollten nur mal schauen was wir so machen. Da steht dann schon mal alles still. 

Leider ist der Bericht diesmal etwas knapp, da es zu viele Dinge vorzubereiten gibt und ich gerade am Limit bin. Knie, Waden, Hüfte und die suche nach weiteren Sponsoren – alles meist in der Wüste ohne Internet. 

Der nächste Artikel wird wieder besser. – versprochen. 

Euer Kai Markus – www.runmysilkroad.com jetzt gerade in Khiva Usbekistan. 

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2 Kommentare

  1. Oliver Juni 13, 2017

    Ganz große Klasse. Ich finde dein Vorhaben super. Über „Nihao Deutschland“ wurde ich gerade darüber aufmerksam. Toll, dass Du den Mut aufbringst, das Projekt zu machen. Viel Erfolg!!

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