12.000 km – 里丝绸之路德国至中国a

Im Reich des Bären


Ich wurde gewarnt, von den unfreundlichen Russen, der harten Mentalität, den Gefahren und der Rüden Art vor Ort….


Was soll ich sagen, nach 11 von 30 Tagen im Reich des Bären?

Nun – 11 Tage sind nicht lange, und ich bin nur in der Mitte bzw dem Süden dieses riesigen Landes. Aber ein erstes persönliches Fazit kann ich ziehen…

Nach ca. 11 Studen Grenzkontrolle durch beide Seiten und einmal kompletten Auspacken allen Equipments konnten wir an diesem Grenztag nicht mehr die Laufstrecke bewältigen. Aber später ist besser als nie ankommen. 

Erst mal müssten wir an der Grenze auf der russischen Seite noch unsere Telefonkarten kaufen bevor unsere Grenzhelfer wieder nach Belarus zurück gekehrt sind. Wohlgemerkt nach 11 Stunden ohne Essen und Kaffee. Danke nocheinmal an dieser Stelle. 


Wir wurden schon gleich am ersten Übernachtungsort so herzlich empfangen. Es war einen Freude. Entspannt und ohne jegliche Angst, nur durchgeschüttelt durch ein paar Schlaglöcher die beim Schummerlicht des Bug nicht zu sehen wahren. 


Wer die Russen verstehen will muss die Natur  und das Land versuchen zu verstehen. Warum lächelt dich keiner an wie bei uns zuhause? Warum erscheint vieles unfreundlich? Warum fühlt man sich manchmal ungebeten?


Nun, mein Gefühl ist, „die“ Russen die ich kennen lernen durfte tragen das Herz auf der Zunge, sind unheimlich Gastfreundlich und nehmen das teilweise sehr sehr harte Leben mit Anstand und Würde.


Ich versuche eine Brücke zu bauen. Eine Brücke müssen aber beide Seiten wollen. Das ist es was mich am meisten begeistert. Auch in Russland merke ich, dass die Mensxhen das auch wollen und gut finden, egal ob wir die Sprache sprechen oder nicht. 

Auf allen Ebenen und in allen Gebieten habe ich nur Menschen getroffen, die zwar mit Abstand aber doch mit positiver Neugierde reagierten. Hilfreich waren sicherlich die zwei Worte Hamburh 12000km Shanghai. Die ersten Russischsprachigen Artikel halfen dann zu erklären was genau ich vorhabe. Die Reaktion war immer nahezu gleich und für mich jedesmal spannend zu erleben. 

Skepsis. 

Erst hat man gar den Eindruck es interessiert überhaupt nicht was ich da tue, aber glauben tut es erst mal sowieso keiner. Aber der Bugavan von Victor, die Artikel, das Outfit? Hm, da muss doch was sein

Erstaunen. 

Was? Das gibt es doch gar nicht.  Und „du“ bist das? (Fingerzeig auf mich) Bei mir im Laden, zuhause, im Café…? 

Zuspruch. 

Gut das du das machst. So etwas brauchen wir alle. Daumen hoch. Das erste freundliche Lächeln, dass aber immer so tief vom Herzen kommt. Das Eis ist gebrochen. 

Respekt und Famile. 

Hast du eine Frau? Hast du Kinder? Was sagt die Famile? Das zeigen der Bilder der Familie und die Reaktionen zeigen mir unheimlichen Respekt und es macht mich zugegebenermaßen auch etwas Stolz. Auch wenn Stolz eine Gefahr ist, dessen bin ich mir wohl bewusst. 
Angst. 

Was wir aus unserer Welt? Was denkst du über unsere Zukunft? Habt Ihr in Deutschland auch Angst? Was ist mit Euren Flüchtlingen? Oft werde ich gefragt was ich vom politischen Weltgeschehen, den USA, Korea, China, Russland, und so weiter halte. Ich halte mich da raus. Spannend aber, das der Konsens überall gleich ist. Angst. Angst vor einer ungewissen Zukunft und dem „Schrecklichen“ was kommen könnte.  Trotzdem finden wir an vielen Stellen Militärische Symbole und selbst die Kinder haben eine Fülle an Kriegsspielzeug und Kriegscomputergames. Ich kann nicht sagen ob es mehr ist als bei uns aber es wird mir hier bewusster. 

Freude und Hilfe

Wo schlaft Ihr? Was esst Ihr? Kann ich helfen?

Anders als in Polen und Belarus aber nicht weniger Aufrichtig. Nur nicht so offensichtlich. 

Da die Route meist übers einfache Land führt und wir die Autobahn sowieso nicht benutzen können haben wir es mit den einfache Menschen zu tun – dem jedermann wie „du“ und „ich“ 

Familiär

Die Menschen die wie treffen nehmen Victor und mich ernst, fast wie die eigene Familie. Auch wenn ich zugegebenermaßen faul bin eine Sprache zu lernen sehe ich es doch auch als Vorteil kein Russisch zu sprechen. Zum einen gibt es immer wieder viele die ein paar Worte Deutsch sprechen, aber zum anderen konzentrieren wir uns viel mehr auf die Me suchen, ihren Gesichtsausdruck, Gestik und die gesamte Situation. Es klingt verwunderlich aber die kleinen kurzen Gespräche sind dadurch sehr intensiv. 


Geschichte 

Wenn dir jemand seine Geschichte anvertraut, höre zu und versuche zu verstehen!  


Sich der eigenen Geschichte bewusst werden ist hier einfach und schwer zugleich. 


Nachdenklich

An allen enden werde ich an den 2ten Weltkrieg erinnert. Niergends habe ich so viele Denkmäler und Wahrzeichen dazu gesehen. Es deprimiert mich oft. Nicht wegen der Geschichte, dich ich als Deutscher auch teile, nein eher wegen der Aussichtslosigkeit auf Neuanfang die ich dabei spüre. Es ist die Dominanz der Monumente die erschlägt, die aber auch irgendwie in mein „Vorurteilsbild“ über Russland gehört. 

Auch der russische Winter hat uns eine kleine Kostprobe gegeben. -6/-1° und Schnee. Ohne Winterreifen wird es da schon manchmal „eng“ aber immer ist alles gut gegangen. 



Alles in allem freue ich mich jetzt aber auf den ersten Pausentag in Voronezh wo schon hilfreiche Unterstützung von russischen Laufclubs und ein Hotelsponsor auf uns warten.  

Euch allen eine gute Zeit und bis zum nächsten Blog hier bei www.Youshouldrunhere.Com 

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8 Kommentare

  1. Gwendolin Jost April 29, 2017

    Wie wunder-, wunderbar auf diese Weise immer wieder hautnah dabei sein zu dürfen. Welch´ ein Glück Euch beide als Begleitteil unseres Lebens zu wissen. Außergewöhnliche Menschen sind es, die so unschätzbare Werte vermitteln, nicht materiell reiche sondern selisch starke mit großem Herzen und Visionen und eben solche, die Visionen in die Realität transferieren.
    Ja, lieber Kai, lieber Victor, Ihr versüßt unser Dasein mit herrlichen Ereignissen und Gedanken. Glück und Segen Eurem weiteren Weg!
    Eure Gwendolin und Jost

  2. Urs Mai 9, 2017

    Wow! – Liest sich echt spannend, lieber Kai!
    Da nimmst Du uns jedesmal ein Stück mit auf Deinem spannenden Lauf-Abenteuer. Jedesmal freue ich mich schon auf den nächsten Eintrag!
    In Hamburg ist die Apfelblüte – und du läufst nochmal durch Schnee, krass!
    Mach weiter!

    Urs

  3. Gwendolin und Jost Mai 10, 2017

    Ihr Nichtaufgeber, Ihr Konstanten, Ihr weithin Bewunderten, Ihr Beachteten, Eingeladenen, Beschenkten…..
    Der gute Universalgeist, das Prinzip aller Prinzipien, das Allwissende, jene alles lenkende Überintelligenz sorgt in prächtiger Weise für Euren Headline-Slogan: DD (= Dabeisein, Dranbleiben). Ob Gott, Ahlah, Zeus , Shiva, Manitu – oder welche Namensgebungen auch immer der Mensch finden mag – Ihr seid unbestreitbar von beschützender Aktivität geführt…
    Eure Gwendolin und Jost

  4. Jost Mai 28, 2017

    Lieber Kai!

    Bemerkenswert: das „Lesenbuch“ Deiner physiognomonischen Ausdrücke (Fotos) , aus denen hinreichend Geübte eine reichhaltige Palette der Verfassungen Deines Inneren entnehmen können, jenes Wechselspiel tiefster Begeisterung bis hin zur handfesten Erschöpfung Deines schlauchenden Projektes.

    Könnt´man doch nur differenziert mitverfolgen, welche Gedanken Dir beim Laufen durch den Kopf gehen – ein Weltenkarussell aller nur denkbaren neuronalen Vernetzungen vermutlich…
    Deine Gwendolin und Jost

    • Jost Juni 6, 2017

      Eure Zurückgebliebenen bestehen aus einem hohen Maß an Vermutungen, Hoffnungen, Wünschen……. eigentlich täglich. Ich erlaube mir eine (vielleicht recht ungewöhnliche) Mitteilung aus dem Kästchen der Diskretion: Ich habe tatsächlich mehrfach mit tiefster Konzentration für Dich, lieber Kai gebetet, nachdem ich in der letzten Zeit dem Kirchlichen hier vorort in die Nähe gerückt bin. Zumindest darf man ein solches Procedere als eine sehr nachdrückliche Meditation interpretieren, eine solche, die Dir / Euch gut tun soll, gut tun dürfte. Glück und Segen auf weiteren Wegen. Dein / Euer Jost

  5. Gwendolin und Jost Juni 12, 2017

    Lieber Kai! Welch´ wunderschönes Erleben, Dein Telefonat, Deine Stimme, Dein Berichten, Deine Eindrücke, nachdenkliche wie erfreuliche, erstaunliche, ungeahnte. Immer überquirrlendes Wiedergeben dessen, was Dich bewegt, also auch uns bewegt. Ein typischer Kai-Report, so eloquent und zugleich nie Papperlapapp sondern komprimierte Essenz, fast druckvolles Öffnen Deiner immer vorhandenen Gedanken-Ventile, die – wenn es die gute Gelegenheit ergibt – „Dampf ablassen müssen“. Was bewegt, muß halt raus und es ist hier gut untergebracht!
    Mit der Hoffnung, meine Gebete mögen fruchten höre ich gerne vom Lachen der Kinder an den Strassenrändern oder sonstwo, von der unerwarteten Zuwendung mancher Staatsorgane (z.B. Polizeibeamte…), von Deiner Zuversicht, alles wird sich wie so lange ersehnt genau dorthin wenden, wo Du Deinen Zielpunkt siehst, trotz Schweißtropfen, Haarriß oder auch schmerzhaften Stimmen Deines Körpers. Und so vergeht Tag für Tag, jeder bringt Dich dem Ziel näher, immer verbunden mit Deiner Disziplin, der Devise DD Folge zu leisten.
    Es darf eben keinen Abbruch dessen geben, was Deine Frau und Kind, Deine Freunde, Offizielle, Organisatoren, Regierungen, alle Hoffenden mitbeobachten, alle auch, die das Mögliche für unmöglich hielten, ungläubig bezweifelten, nunmehr seit Anbeginn in Hamburg verfolgen.
    So lebst Du mit Deinem Begleiter im Felde der sensiblen, jeden Teilerfolg beglückwünschenden Umgarnung…
    Glück und Segen Euch beiden!
    Deine Gwendolin und Jost

  6. Jost und Lüfting Juni 26, 2017

    Lieber Kai!

    Zurück von der Insel ein schwungvoller Gruß an Dich, da wir – wie Du und Dein Mitstreiter – einer Sache förmlich entgegenfiebern: der Meldung des Überschreitens jener Grenze, die Dich in Dein Land der Sehnsüchte führen wird: nach China. Seltsam: eine Art magisches Ereignis im Haushalt unserer Dich begleitenden Emotionen. Dieses Geschehen okupiert in Wiederkehr zur Zeit unsere Gedanken, wohl wissend, das da zunächst ja noch Kirgistan vor Euch liegt. 2014 mußten wir eine ziemlich weitreichende Vorbereitung plötzlich abbrechen: unseren Solitärtrip (wie so gerne immer auf uns alleinig gestellt) durch Turkmenistan, Usbekistan, Tatschkistand, Kirgistan, Tatschkistan. Und so läßt sich verstehen, mit welchen – zugegeben neidvollen Empfindungen – wir ganz besonders Deinen aktuellen Kulturmarathon mit einem Berg an Vorstellungen und Fragen begleiten. Wie gut zu wissen, dass Dich ein unbändiger Wille weiterhin vorantreibt, wovon wir hier immer wieder gebannten Freunden erzählen, gepaart mit dem bewegenden Stolz, Dich als unseren außergewöhnlichen Freund zu wissen.
    Glück und Segen Euch beiden!

    Jost und Lüfting

  7. Jost und Gwendolin August 19, 2017

    Alter Junge und Konstanti! 19.8.2017
    Dank für Dein erneutes Lebenszeichen: Kai weiterhin „on run“ – zugleich on tour (siehe Bug und Schlafplatz).
    Dir ist bewußt, dass Du den Pegelstand der Neugierde permanent hebst soll heißen: Dein detaillierteres Berichterstattungskonto bezüglich Neugieriger ist brechend voll. Was passt noch hinein? Na ja, Du bist doch Banker. In solchen Überfüllungssituationen macht man schlichtweg einfach ein zweites Konto auf…
    Ein bißchen Heimat gefällig? Hamburger klagen derzeitig über die pausenlosen Großveranstaltungen (z.B. Morgen: Cyclassic. Wieder für Anreiner umständliche Sperrungen / Umwege. Aber möglicherweise rufst Du Dir ja gelegentlich das Abendblatt auf, also Du bist im up date?). Viele Befürchtungen bezüglich Terror (siehe Spanien) gehören zum sich ausdehnenden Sorgenkatalog – vor allem bei den Sicherheitsorganen.
    Der Sommer: nur eine „gefühlte“ Angelegenheit. Sehr naß mit Starkregenkatastrophen. Date heute Abend: UWE WESTPHAL, der geniale Hobbyornithologe und vermutlich weltweit begabtester Vogelstimmenimitator.
    Vorher (in 1 Stunde Beginn) „ein Doppel-T“ = Trauung + Taufe. Nicht neu, scheint immer moderner zu werden. Du kennst den Trend. Aber bitte: Schluß mit dergleichen , Dein Hirn bedarf tagesplanerischer Freiräume meditativen Ausstiegs zur Regeneration, oder?
    Habe für Dein Gelingen diverse Male gebetet, offensichtlich bis dato nach meinem Informationsstand nicht ohne Effizienz. Allerdings: Nichts geht ohne das ausgewogene Spiel zwischen eigens responsivem Management und den Zutaten unserer universalen allwissenden Steuermechanismen. Alles gipfelt in der optimalen Äquivalenz der Kräfte, so ist das mit der zweistelligen Aussagenverknüpfung in der Logik, die genau dann wahr ist, wenn die verknüpften elementaren Aussagen den gleichen Wahrheitswert haben.
    Liebe Grüße, mein Lieber, auch an Victor und auch von Lüfting.

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